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Proposé

In mehreren europäischen Ländern – darunter Deutschland (u. a. Universitätsklinikum Marburg, Uniklinik Köln, LMU Klinikum München), Frankreich (insbesondere das CHRU Strasbourg als europäischer Pionier seit 2007, das erste Zentrum weltweit mit dem Label Centre d'Excellence IASIOS) und den Niederlanden – steht Patientinnen und Patienten mit Krebs eine moderne, schonende Behandlungsmethode zur Verfügung: die MRT-gestützte Kryoablation. Dabei wird eine feine Sonde über einen minimalsten Hautschnitt direkt in den Tumor geführt und das Gewebe auf Temperaturen von –40 °C oder kälter eingefroren. Die dabei entstehenden Eiskristalle zerstören Tumorzellen präzise, während umliegendes gesundes Gewebe weitgehend geschont wird.

Diese Methode bietet gegenüber herkömmlichen Operationen wesentliche Vorteile: Sie erfordert weder große Schnitte noch Vollnarkose, ist mit sehr kurzen Erholungszeiten verbunden und ermöglicht dank Echtzeit-Bildgebung im MRT eine äußerst präzise Durchführung. Besonders für Patientinnen und Patienten, die aufgrund ihres Gesundheitszustands für eine klassische Operation nicht infrage kommen oder Tumore an schwer zugänglichen Stellen aufweisen, stellt die Kryoablation eine bedeutende therapeutische Alternative dar – u. a. bei Prostata-, Nieren-, Leber- und bestimmten Brusttumoren sowie Metastasen.

Nach aktuellem Kenntnisstand ist dieses Verfahren in Luxemburg bisher nicht verfügbar. Luxemburgische Patientinnen und Patienten, die diese Therapie benötigen, sind daher auf eine Auslandsbehandlung angewiesen – beispielsweise am CHRU Strasbourg, das sich in etwa zwei Autostunden von Luxemburg befindet. Eine solche Behandlung im EU-Ausland ist gemäß der EU-Richtlinie 2011/24/EU über die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung grundsätzlich möglich, erfordert jedoch eine Vorabgenehmigung (autorisation préalable) der Caisse Nationale de Santé (CNS).

Besonders besorgniserregend ist in diesem Zusammenhang die Frage der Wartezeit auf diese CNS-Genehmigung: Da es keine gesetzlich festgelegte Bearbeitungsfrist gibt, kann das Verfahren mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen. Für Krebspatientinnen und -patienten mit wachsendem Tumor kann jede Verzögerung unmittelbar lebensbedrohliche Folgen haben.

Ist die MRT-gestützte Kryoablation derzeit in luxemburgischen Krankenhäusern oder spezialisierten Zentren verfügbar? Falls ja, in welchen Einrichtungen und seit wann? Falls nein, welche Gründe liegen dafür vor – fehlende Geräte, fehlendes Fachpersonal oder fehlende Zulassung?

 

Plant die Regierung die Einführung der MRT-gestützten Kryoablation in Luxemburg? Wenn ja: Bis wann ist die Verfügbarkeit vorgesehen, in welchen Einrichtungen, und welche konkreten Schritte (Investitionen, Ausbildungen, Zulassungsverfahren) wurden bereits eingeleitet oder sind geplant? Wenn nein: Aus welchen Gründen sieht die Regierung von einer Einführung ab?

Welche konkreten Möglichkeiten bestehen aktuell für luxemburgische Patientinnen und Patienten, sich im Ausland mit der MRT-gestützten Kryoablation behandeln zu lassen? Welche administrativen und finanziellen Rahmenbedingungen gelten (Kostenübernahme durch die CNS, Vorabgenehmigung gemäß EU-Richtlinie 2011/24/EU über grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung)? Welche Partnereinrichtungen in Nachbarländern (Deutschland, Frankreich, Belgien) stehen luxemburgischen Patientinnen und Patienten zu diesem Zweck offen?

Wie lange müssen Patientinnen und Patienten in Luxemburg im Durchschnitt auf die Vorabgenehmigung (autorisation préalable) der CNS für eine Krebsbehandlung im Ausland warten? Gibt es eine gesetzlich festgelegte maximale Bearbeitungsfrist? Falls nein: Ist die Regierung bereit, eine verbindliche Frist einzuführen – insbesondere für onkologische Fälle, bei denen jede Verzögerung lebensbedrohliche Folgen haben kann? Werden Krebspatientinnen und -patienten im Rahmen einer Schnellspur (fast track) vorrangig behandelt, und wenn nein, ist eine solche Regelung geplant? Wie viele CNS-Anträge für Auslandsbehandlungen wurden in den letzten fünf Jahren (2020–2024) abgelehnt, und wie viele Patientinnen und Patienten haben infolgedessen Einspruch erhoben?

Über wie viele Personen aus Luxemburg verfügt die Regierung, die sich in den letzten fünf Jahren (2020–2024) zur Entfernung von Tumoren oder Metastasen im Ausland haben behandeln lassen – insbesondere mit minimal-invasiven Verfahren wie der Kryoablation oder vergleichbaren Ablationstechniken? Welche Kosten sind der CNS bzw. dem luxemburgischen Staat dadurch entstanden? Sind systematische Datenerhebungen zu diesem Thema geplant?


par il y a dans Santé

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